Der perfekte Smalltalk-Einstieg

Wie Sie den ersten Schritt machen

Herzlich willkommen zur Episode über den Smalltalk – Heute stelle ich Ihnen ein Kapitel aus meinem neuesten Buch vor – sozusagen als Hör- und Leseprobe – das Buch hat den Titel: „Smalltalk – wie Introvertierte Ihre Stärken erkennen und interessante Gespräche führen“. Aufgebaut ist das Buch nach den Buchstaben im Alphabet. Heute geht’s ums E – wie Eisbrecher: Wie Sie den ersten Schritt machen.

Wenn Sie sich das Workbook zum Buch kostenfrei herunterladen wollen, gehen Sie auf www.magdableckmann.at/smalltalk-buch.

Und schon geht’s los – hier können Sie sich den Video-Podcast alternativ zum Blog anhören:

Sechs Monate übers Wetter reden

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Es ist kein Witz! Es gibt sie tatsächlich, die Studie: Briten reden durchschnittlich sechs Monate ihres Lebens über das sprichwörtlich schlechte Wetter auf ihrer Insel. Laut einer Umfrage des renommierten Meinungsforschungsinstituts ICM sprechen 58 Prozent der Briten sowohl mit Fremden als auch mit Bekannten zuallererst darüber, ob es regnet oder ob die Sonne scheint. Und auch bei uns ist das Wetter stets in aller Munde. Ob der verregnete Sommer, die unerträgliche Schwüle oder der letzte Sturm und letztendlich der Klimawandel: Das Wetter ist eindeutig das Smalltalk-Thema Nummer eins. Also warum nicht einmal ein Gespräch mit dem Wetter beginnen? Auch wenn ich normalerweise sage, dass man übers Wetter nur spricht, wenn einem sonst gar nichts mehr einfällt, nicht sehr originell –Plan Z sozusagen.

»Können Sie sich erinnern, wann wir das letzte Mal einen so verregneten Sommer hatten?«

Die Situation ist folgende: Sie betreten einen Raum und schauen sich um, ob Sie jemanden kennen. Die Antwort ist schlicht und brutal: Niemanden! Kein einziges bekanntes Gesicht! Ihre Nerven beginnen zu flattern, ihre Zunge wird trocken, dankbar nehmen Sie das Glas Wein in die Hand, das Ihnen der Kellner anbietet. Sind Sie die einzige Person in dem Raum, die niemanden kennt, die mit keinem sprechen kann? Sehen Sie jemanden, eine Runde, zu der Sie sich dazu- stellen könnten? Meist reicht eine kleine, gezielte Frage aus, um die Anspannung und Verkrampfung zu lösen, sprich: das Eis zu brechen: »Können Sie sich erinnern, wann wir das letzte Mal einen so verregneten Sommer hatten?« Und vergessen Sie nicht: Es gibt immer auch andere Leute, denen es genauso geht wie Ihnen – jeder ist froh, wenn er einen net- ten Gesprächspartner findet.

Die Königin des Smalltalks

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Bleiben wir bei den Briten. Die Queen des Smalltalks ist definitiv – die Queen. Eine Fähigkeit, die Elizabeth II. über Jahrzehnte hinweg bei Politikertreffen, Diplomatenempfängen und diversen anderen Festivitäten erlernen und ausbauen konnte. Angeblich lautet ihre am häufigsten gestellte Frage: »Kommen Sie von weit her? Wie war Ihre Anreise?« Damit sind wir aber auch schon beim Thema, denn mit dieser Frage gibt die Monarchin ihrem Gegenüber erstens die Möglich- keit, offen zu antworten, und zweitens vermittelt sie damit den Eindruck, sich für diese Person zu interessieren. Darum geht es. Und wenn Sie in der Lage sind, mit jemandem so- fort in ein Gespräch zu kommen – von der Sprechstunden- hilfe bei Ihrem Arzt bis hin zu einem potenziellen Investor –,dann haben Sie auf jeden Fall schon halb gewonnen und weitreichende Vorteile.

Mein Rezept für einen guten Einstieg

In der Theorie verläuft die Sache ganz einfach. Denn die wirklich guten Tipps lassen sich eigentlich an einer Hand abzählen. Ich habe mir ein paar Sätze zurechtgelegt, die ich immer anwenden kann, wenn ich jemanden treffe, mit dem ich ins Gespräch kommen will. So brauche ich mir keine Sorgen zu machen, dass mir vielleicht die Worte ausgehen könn- ten. Mit dem Effekt, dass ich unbefangen drauflosreden kann immer mit einem Lächeln auf den Lippen, dem wahr-scheinlich besten Eisbrecher überhaupt! Denn zu einem ers ten guten Eindruck gehört auch die Körpersprache – konzentrieren Sie sich darauf, relaxen Sie, und los geht´s:

Ich stelle einfache Fragen.  Ich will wirklich mehr über mein Gegenüber herausfinden, will wissen, was die Person interessiert, und stelle weitere Fragen, passend zu unserem Thema. Im Laufe des Gesprächs gebe ich auch etwas von mir preis – Stück für Stück, ebenfalls passend zum Ge- spräch. Damit es nicht zu einer Art von Interview aus- artet. Betrachten Sie es eher als ein Geben und Nehmen.

Welche Fragen kann ich stellen?

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Soweit die Theorie. Wie aber schaut es in der Praxis aus? Wie fange ich tatsächlich an? Welche Fragen kann ich stellen? Überlegen Sie sich simple W-Fragen, sogenannte offene Fragen (die fast alle mit einem W beginnen), auf die Ihr Gegenüber ausführlich antworten kann und Sie im Gegenzug wieder Interesse zeigen können. Denken Sie immer daran: So gut wie jeder Mensch liebt es, über sich selbst zu sprechen. Und: Bei diesem ersten Einstieg geht es nicht ums Business, um eine Geschäftsanbahnung. Ein erstes Gespräch hat immer die Beziehung im Fokus. Ein guter Gesprächseinstieg sind Fragen über die Anreise (siehe die Queen) oder die Veranstaltung, die man gerade besucht. Wenn jemand besonders verloren aussieht, fragen Sie ruhig: 

– »Sind Sie zum ersten Mal hier?« Wenn Sie selbst das erste Mal anwesend sind, nutzen Sie auch das als Einstieg. Oder stellen Sie Fragen zum Ablauf des Events: 

– »Wissen Sie, wie die Veranstaltung ab läuft? 

– Wie lange wird der offizielle Teil dauern?« Das können Sie je nach Situation variieren.

Sie können auch Details an Ihrem Gegenüber ausmachen und dann sagen: 

– »Sie erinnern mich an …« Oder auch: »Haben wir uns nicht schon mal gesehen?« Das ist zwar banal, aber ich bin sicher, Sie finden eine Veranstaltung oder eine Gelegenheit, bei der Sie sich schon getroffen haben oder zumindest treffen hätten können.

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Was also sind gute Fragen zum Anwärmen und Auflockern?

Hier ein paar Vorschläge (einmal ganz abgesehen vom Wetter):

»Was machen Sie beruflich?« Das ist natürlich die klassische Frage, um eine Konversation zu beginnen, da sie eine ganze Reihe von weiteren Fragen ermöglicht – zum Beispiel zum Unternehmen, zur Branche etc. Die Frage nach dem Beruf geht eigentlich immer, sie ist allerdings auch ein wenig abgedroschen und wenig originell. Aber wenn Sie dazu noch ein wenig weiterfragen und etwas über die Karriere Ihres Gegenübers herausfinden, haben Sie schon viel gewonnen. Dazu siehe auch das Kapitel »B wie Berufstalk«.

»Waren Sie oder fahren Sie auf Urlaub?« Eine Frage, die natürlich nur kurz vor oder nach der Urlaubszeit sinn- voll ist. Doch bei diesem Thema lassen sich oft schnell Gemeinsamkeiten finden. Und Sie können auch noch ein charmantes Kompliment hinzufügen: »Sie sehen so er- holt aus.« Mehr über Komplimente im Blog über das Thema.

»Welches Buch/Magazin lesen Sie gerade?« Auch mit dieser Frage können Sie punkten, denn hier ist alles drin: Hobbys, private Interessen, eventuell aktuelle Themen und vieles mehr. Damit haben Sie sicher jede Menge Gesprächsstoff.

»Haben Sie studiert? Was? Wo? Welche Ausbildung haben Sie?« Immer eine interessante Frage. Sie werden damit sicher auf offene Ohren stoßen, und vielleicht ent- decken Sie dadurch auch weitere Berührungspunkte, sei es in puncto Studium oder gemeinsame Bekannte. Be- sonders sinnvoll ist die Frage aber, wenn Ihr Gesprächs- partner bei der Vorstellung seinen Titel nennt, denn das bedeutet, dass ihm seine Ausbildung wichtig ist.

»Was hat Sie auf diese Veranstaltung verschlagen?«

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»Was hat Sie auf diese Veranstaltung verschlagen?« Dadurch erfahren Sie vielleicht, in welchem Verhältnis Ihr Gegenüber zum Veranstalter des Vortrags oder der Party etc. steht. Und daraus ergeben sich wieder weitere Gesprächsmöglichkeiten, denn auch Sie kennen den Or- ganisator ja von irgendwo her.

»Wie fanden Sie den Vortrag?« Immer eine gute Eröffnungsfrage. Aber Achtung! Vertreten Sie dabei nicht gleich vehement Ihre eigene Meinung. Überhaupt wenn Sie den Vortrag schlecht fanden. Sonst verbreiten Sie gleich zu Beginn negative Stimmung. Und das blockiert.

»Das schaut aber gut aus! Wo kann ich das finden?« Die ultimative Frage bei Veranstaltungen mit Büffet. Damit kommen Sie immer gut an, denn es steckt auch Lob dahinter: »Sie haben Geschmack!« Und das bringt Ihnen sofort Sympathien ein. Außerdem können Sie sich, nachdem Sie sich dasselbe geholt haben, sofort da- zustellen und präsentieren: »Entschuldigung, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist …«

Mein Tipp:

Überlegen Sie sich fünf für Sie passende Eisbrecherfragen und schreiben Sie diese nieder. Lernen Sie sie auswendig! Dann überlegen Sie, zu welcher Veranstaltung Sie demnächst gehen wollen und adaptieren diese Fragen – passend zum Thema, zum Veranstalter und dem Ort.

Nicht vergessen: Mehr Infos zum Buch erhalten sie unter www.magdableckmann.at/smalltalk-buch!


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