Kontakte pflegen – Wie?

Das Geheimnis erfolgreicher Kontaktpflege? Dranbleiben!

Sie erfahren, welche Möglichkeiten Sie haben gut in Kontakt zu bleiben, damit Sie langfristig mehr Erfolg beim Netzwerken erhalten.  Eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass Networking überhaupt funktioniert  ist das Dranbleiben!

Stellen Sie sich das Netzwerken einfach vor wie einen Marathon: Daran können Sie auch nur teilnehmen, wenn Sie trainieren, wenn Sie sich darauf vorbereiten, dranbleiben an Ihrer Kondition tagtäglich arbeiten und auf den Bewerb gezielt hintrainieren.

 

Ein Beispiel aus meinem eigenen Business-Alltag

In der Nähe von Bad Aussee habe ich auf Einladung einer Bank einen Vortrag gehalten. Zuerst habe ich mir damals noch ein wenig skeptisch gedacht: „Na, was wird das für ein Vortragsraum sein, in dem ich vor 150 Leuten sprechen soll?“ Dann allerdings war ich ganz begeistert – das war eine super-innovative Firma im hintersten Winkel der Steiermark, die auf Expansionskurs ist und über ganz tolle Schulungsräumlichkeiten mit einem ebenso perfekten Vortragsraum verfügt!

Ich habe dort also meinen Vortrag gehalten und bei diesem Anlass auch das Unternehmerehepaar kennengelernt, das diese tolle, innovative Firma leitet. Ich war von beiden sehr angetan und habe mir gedacht: „Mit denen möchte ich wirklich gern in Kontakt bleiben. Die mache ich zu meinen Kunden machen.“

Wie gesagt, diesMarathon, Start, Netzwerken, Regeln Networkinges Unternehmerehepaar war mir sympathisch – und dies ist ja, durchaus ein wichtiger Aspekte für erfolgreiches Netzwerken: Spaß und Sympathie. Ich wollte für die Beiden und dieses Unternehmen gerne etwas tun – Expansion, ein Ausbau von 100 auf 200 Mitarbeiter – und ich wusste, dass meine Leistungen tatsächlich hilfreich für sie sein würden.
Also habe ich mich im Nachgang zu meinem Vortrag und unserem Kennenlernen bald darauf wieder gemeldet und versucht, einen Termin zu vereinbaren. Jedes Mal kam die Antwort zurück: „Tut uns leid …, wir haben so viel zu tun …, wir sind nicht da …“ Daraufhin habe ich versucht, von der Planung her entgegenzukommen: „Ich bin dann und dann sowieso in der Gegend. Wie schaut’s aus? Soll ich vorbeikommen?“ Aber auch das funktionierte nicht: „Nein, leider, da sind wir gerade in Holland. Wir haben ein Treffen mit unseren Kooperationspartnern, da sind wir leider auch nicht da.“
Auf diese Weise habe ich es also drei-, vier-, fünfmal probiert – nichts hat funktioniert. In den Telefonaten, in denen ich sie tatsächlich erreicht habe waren Sie immer sehr freundlich – aber irgendwie ist es doch leider dabei nie auch zu einem tatsächlichen Termin gekommen. Aber dann geschah etwas Unerwartetes.

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Ein zufälliges Wiedersehen

Eines Tages haben wir in der Nähe von dort, wo ich seinerzeit meinen Vortrag gehalten hatte, Geburtstag in einem wunderschönen Hotel gefeiert – im Seehotel am Grundlsee, das ich übrigens wirklich sehr empfehlen kann. Und wer sitzt nebenan am Tisch? Eben genau dieses Unternehmerehepaar! Dann stellte es sich auch noch heraus, dass beide hierhergekommen waren, um tatsächlich seinen Geburtstag zu feiern!
Zu Anfang haben wir auch noch jeweils an unseren eigenen Tischen gegessen. Aber es war so ein nettes, gemütliches Lokal, mit ausgezeichnetem Essen, die Stimmung war sehr gut – und schließlich haben wir uns dann doch alle zusammengesetzt und gewissermaßen gemeinsam Geburtstag gefeiert. Darüber hinaus wurden wir dann sogar noch eingeladen zu seiner offiziellen Geburtstagsfeier, die ein großes Firmenfest werden sollte.
Später gegen Mitternacht sagt dann Helmut (das ist sein Vorname, und wir waren mittlerweile zum „Du“ übergangen) zu mir: „Du, und Magda, ich wollte mich immer schon mal mit Dir treffen, wir sollten doch gemeinsam was machen.“
Ich dachte mir natürlich im Stillen: „Ja, wieso muss das jetzt erst Mitternacht werden, damit wir endlich zu einem gemeinsamen Termin kommen?“ Aber so oder so – im Endeffekt hatte es nun endlich funktioniert!

Glück und Hartnäckigkeit: Dranbleiben!

Natürlich war in diesem konkreten Fall auch etwas Glück ausschlaggebend gewesen – die Tatsache, dass wir alle zufällig zusammen am selben Ort zusammen waren.

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Aber davon abgesehen stelle ich immer wieder fest, wie wichtig es ist, dass man sich auch unter die Leute begibt – das gehört für mich zum Netzwerken auch dazu. Setzen Sie sich ganz bewusst das Ziel, immer wieder bei entsprechenden Veranstaltungen dabei zu sein, in Ihren Netzwerken unterwegs zu sein, also sich sehen zu lassen. Denn dann werden Sie  gesehen, gegebenenfalls auch von Menschen, die Sie irgendwann auch schon einmal erlebt bzw. gesehen haben und die möglicherweise schon von Ihren Tätigkeiten, von Ihrer Firma gehört haben. So wie es eben in meinem Fall auch passiert ist.
Diese Situation war übrigens kein Einzelfall, Ähnliches erlebe ich immer wieder, auch wenn diese Geschichte ein wirklich sehr schönes Beispiel darstellt – ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, an Ihren Kontakten dranzubleiben. Denn wenn ich nicht bereits im Vorhinein immer wieder bei der Firma angerufen und den Kontakt aufrecht erhalten hätte, hätten wir uns an diesem Abend trotz der zufälligen Begegnung möglicherweise gar nicht alle zusammen ein einen Tisch zusammengesetzt.

Kontakte Pflegen ist ein Muss

Es geht also darum, dass Ihre Kontakte immer wieder von Ihnen hören, dass Sie den Kontakt aufrechterhalten. Dafür gibt es unterschiedliche Wege und Möglichkeiten. Und an dieser Stelle würde mich sehr interessieren:

Wie rufen Sie selbst sich immer wieder in Erinnerung?

Ich würde mich wirklich über Ihre Kommentare dazu freuen: Welche Methoden haben Sie, abgesehen von den Tipps und Möglichkeiten, die ich Ihnen hier vorstelle?
Ich bin mir sicher, dass Sie bereits einige eigene Methoden für die Kontaktpflege entwickelt haben. Aber führen Sie diese auch wirklich regelmäßig durch? Was könnte man daran möglicherweise noch verbessern, damit die Menschen auch wirklich an Ihnen dranbleiben und mit Ihnen in Kontakt bleiben können.

Rufen Sie einfach mal so an

Dazu mein bester Tipp: Melden Sie sich doch einfach einmal bei Ihren Kontakten, ohne ein spezielles Anliegen zu haben, ohne etwas zu benötigen. Ich nenne das „Liebesanrufe“. Die Reaktionen auf solche Anrufe finde ich immer sehr interessant, denn mit das Erste, was ich dann am Telefon höre, ist: „Magda, nett, dass du dich meldest. Was brauchst du?“ Darauf lautet dann meine Antwort: „Gar nichts, ich wollte mich einfach nur mal so melden, weil ich in der Zeitung etwas über Deine Firma gelesen habe“ oder „… weil ich gerade mit jemand anderem über dich gesprochen habe“ oder „… weil mir du so einfach wieder einmal eingeschossen bist und ich mir gedacht habe: Jetzt haben wir uns schon lange nicht mehr gehört.“

Liebesanrufe lohnen sich

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Diese „Liebesanrufe“ sind wirklich eine tolle Methode für solche Menschen, mit denen Sie auch wirklich in Kontakt bleiben möchten. Dazu müssen Sie diese Menschen noch nicht einmal besonders so gut kennen. Nutzen Sie einfach einen gegebenen Anlass, also gewissermaßen einen thematischen „Aufhänger“, und rufen Sie an.

Zu den klassischen weiteren Methoden gehören zum Beispiel

  • Einladungen zu einem Mittag- oder Abendessen
  • und das Versenden von Newslettern – und zwar mit Informationen, die für die Empfänger tatsächlich interessant und nützlich sind.
  • Sorgen Sie auch dafür, dass Sie in der Öffentlichkeit sichtbar werden, beispielsweise durch das Verfassen von Pressemitteilungen. Darauf werden wir in einem späteren Blog noch etwas näher eingehen, wenn wir uns mit Ihrer Wirkung befassen.
  • Vernetzen Sie Personen auch mit anderen Personen,
  • gehen Sie zu regelmäßigen Treffen und
  • Laden auch selbst zu Veranstaltungen ein. Das können Firmenveranstaltungen sein, aber auch Geburtstagseinladungen, Bruncheinladungen – überlegen Sie sich hierfür Anlässe, die für Sie passend und angenehm sind.

Ein echter Networking-Profi zu sein, ist eine Sache der Geduld und des langfristigen Dranbleibens.

Wie baut sich Vertrauen auf?

Vertrauen baut sich nur dann auf, wenn wir immer wieder und regelmäßig in Kontakt sind. Überlegen Sie deshalb einmal für sich: Was haben Sie heute für Ihre wichtigsten Netzwerkpartner getan? Und was werden Sie morgen für diese tun? Versuchen Sie, jeden Tag gewissermaßen eine gute Tat für Ihre Netzwerkpartner zu tun, so dass diese auch merken, dass Sie wirkliches Interesse an ihnen haben.

Fazit

Ich kann ich Ihnen wirklich nur empfehlen:

Beteiligen Sie sich an diesem Networking-Marathon.

Es klingt vielleicht ein wenig anstrengend, doch es ist sehr viel leichter, wenn Sie hierfür die erforderliche Kondition aufgebaut und für sich ein gutes System entwickelt haben. Das kann beispielsweise so aussehen, dass Sie regelmäßig einmal im Monat Ihre Kontaktliste durchtelefonieren oder sich vielleicht einmal am Tag eine halbe Stunde Zeit dafür nehmen – oft genügt auch nur eine Viertelstunde.

Auf diese Weise haben Sie bereits sehr viel für den Aufbau Ihres Netzwerkes getan. Auch auf das Thema Systeme werden wir später noch ausführlicher eingehen. In der Zwischenzeit: Bleiben Sie dran an den Menschen!
Passend zu diesem Blog-Post habe ich für Sie wieder ein passendes Arbeitsblatt zum Download bzw. Ausdrucken zur Verfügung gestellt, und zwar unter www.magdableckmann.at/sa03. Dieses Arbeitsblatt ist als Hilfestellung und Gedankenstütze für Sie gedacht, wenn es um die Frage geht: Was haben Sie heute für Ihre wichtigsten Netzwerkkontakte getan, für diejenigen an denen Sie auch wirklich dranbleiben möchten? Und was werden Sie morgen für diese tun?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare, Fragen und Anregungen, entweder hier in der Kommentarfunktion, oder auch per Mail an office@magdableckmann.at. Ich antworte gerne darauf.
Und nun, wie immer: Viel Spaß beim „Netter Worken“!



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