Dresscode und Umgangsformen für einen guten ersten Eindruck

6 Tipps für einen wirkungsvollen Eindruck

Ein Event steht vor der Tür, Sie werden womöglich viele neue Leute treffen und sind sich unsicher: „Wie soll ich mich verhalten? Was soll ich anziehen?“ – Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag!

lande nacht der inspiration, smalltalk, networking, netzwerken, small talk, kompetenzen, magda bleckmannMit Elisabeth Motsch, Expertin für Stil und Etikette, habe ich diese Woche über Dresscode, Umgangsformen und den ersten Eindruck gesprochen. Sie wird auch bei der langen Nacht der Inspiration am 10.10.2017 in Graz einen Vortrag halten mit dem Titel „der erste Eindruck verkauft mit“.

Der erste Eindruck bestimmt mit

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Damit ich in die richtige Schublade komme, muss ich um meine Wirkung bescheid wissen. Denn das erste Auftreten hinterlässt unseren ersten Eindruck und bestimmt, was andere Leute von uns denken werden – zumindest, bis sie uns besser kennenlernen. Diesen ersten Eindruck können wir mit unserem Äußeren ganz maßgeblich beeinflussen, deshalb ist es relevant, darauf auch zu achten. Zwar geht es nicht ohne Kompetenz, doch hängt der Eindruck, den wir hinterlassen, stark von unserem Äußeren (unserer Bekleidung) und unserem Auftreten (unseren Umgangsformen) ab – denn das ist das erste, was die Leute von uns wahrnehmen.

Blog: Der erste Eindruck zählt!

Der erste Eindruck ist wichtig, und wenn er gut ist, kann er uns den roten Teppich legen. Wir müssen uns abheben von den anderen – und sollten dabei aber auch möglichst authentisch bleiben. Dabei kann uns ein gut überlegter Griff in den Kleiderschrank und ein paar Basics in Sachen Umgangsformen sehr behilflich sein: Und das ist das Spezialgebiet von Elisabeth Motsch. Sie hat für Sie folgende Tipps:

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Darauf sollten Sie beim Smalltalken und Netzwerken achten:

  • Achten Sie auf den Dresscode: Ihr Outfit sollte dem Anlass entsprechend sein.
  • Achten Sie, ob und wie Sie auf Gruppen zugehen können. Vergessen Sie das Vorstellen nicht! Durch eine dem Anlass entsprechende Etikette werden Sie umgehend als höflicher wahrgenommen.
  • Themenwahl: Überlegen Sie sich gut, worüber Sie beim Smalltalk sprechen – was könnte für alle interessant sein, zum Anlass passen?
  • Beachten Sie etwaige Hierarchien. Frauen geben grundsätzlich zuerst die Hand und bieten auch zuerst das Du an.

Falls doch einmal etwas schiefläuft, darf man natürlich nicht vergessen, dass wir alle nur Menschen sind – das wichtigste ist einfach, höflich zu bleiben und sich so achtsam wie möglich zu verhalten (Blog: A wie Achtsamkeit). Aber es gibt trotzdem ein sicheres Gefühl, über vieles bescheid zu wissen.

Stärken Sie mit 6 Tipps Ihren ersten Eindruck

So machen Sie sich für andere interessant, sodass diese mit Ihnen ins Gespräch kommen wollen – darauf sollten Sie achten:

  1. Dresscode muss zur Veranstaltung passen
  2. Blicken Sie dem anderen in die Augen, wenn Sie ihn ansprechen
  3. Vergessen Sie nicht, andere zu (be)grüßen (vergessen Sie ja niemanden! Jemanden aussparen kommt ganz schlecht an!)
  4. Stellen Sie sich selbst und andere, die Sie begleiten, vor (Mitarbeiter, Partner)
  5. Seien Sie feinfühlig bei der Themenwahl im Smalltalk: Keine kontroversen Themen
  6. Ganz wichtig: Schlagen Sie niemals eine angebotene Hand aus!

Begrüßung im Business-Kontext

Ein gelungener erster Eindruck ist schon bei der Begrüßung wichtig, denn wie wir uns vorstellen, verrät auch viel darüber, wie wir unser Gegenüber einschätzen. Hierbei ist Achtung geboten, denn man könnte ja unwissend auf den Partner eines wichtigen Kunden treffen und möchte dabei keinesfalls unsympathisch wirken. Ein Handschlag (fest, aber nicht zu fest!), begleitet von einem offenen Blick und einem Lächeln, sollte niemals mit der anderen Hand in der Hosentasche durchgefügrt werden, denn das wirkt respektlos. Sollte einer der Partner sitzen, steht er zur Begrüßung auf.

Bei Hierarchien ist zu beachten, dass der Mitarbeiter den Vorgesetzten immer zuerst grüßt. Kunden und wichtige Geschäftspartner werden auf immer vorrangig begrüßt. Bei gesellschaftlichen Anlässen werden aber Damen immer zuerst gegrüßt, auch wenn sie Mitarbeiter und nicht Vorgesetzte sind.

Mehr zur korrekten Anrede und Begrüßung im Business können Sie hier lesen.

Schlägt Kleidung Kompetenz?

Reichen Anzug und Krawatte aus? Wenn, dann nur kurzfristig. Es wird sehr schnell aufgedeckt, wenn die Kompetenz nicht da ist. Man kann zwar am Anfang blenden, aber ohne Kompetenz ist alles nichts.

Ohne Kompetenz hilft die Kleidung nur kurzfristig.

Wenn wir aber das erste Mal aufeinandertreffen, dann ist die Kleidung das erste, was wir wahrnehmen. Über unsere Kleidung transportieren wir so viele Informationen und Botschaften, wir transportieren unseren Status über Kleidung. Stimmen diese Botschaften nicht überein, ist das unvorteilhaft. In einer Pitch-Situation zum Beispiel, wo mehrere Anbieter sind und alle haben gleichwertige Angebote, dann entscheidet die Kleidung auf jeden Fall im Gleichwert mit.

Elisabeth Motsch im Interview:

Worauf sollte ich dann bei der Kleidung achten, wenn ich in so einer Situation besonders kompetent und überzeugend wirken will? Wie sollte ich mich anziehen?

Im oberen Bereich, also für den Oberkörper würde ich keine helle Kleidung empfehlen, da diese keinen Status und auch keine Kontour verleiht. Wenn wir in einem hellen Raum sitzen, und man hat helle Kleidung an, dann hat man keine Wirkung rundherum. Zweitens ist neben dem richtigen Dresscode auch der passende Sitz der Kleidung wichtig, sie soll unseren Körper gut definieren und hervorheben. Der tollste Anzug hilft nichts, wenn er nicht ausgezeichnet passt. Frauen sollten besonders darauf achten, nicht zu tiefe Ausschnitte oder zu kurze Röcke zu tragen, Männer sollten beim Tragen von Krawatten den Hemdkragen immer ganz schließen. Auch wenn der Dresscode sehr locker ist, empfiehlt es sich darauf zu achten, nicht zu locker angezogen zu sein.

Wie sieht es mit Statussymbolen wie Manschettenknöpfen oder teuren Uhren aus – stilvoll oder abgehoben?

Es kommt darauf an, in gewissen Branchen gehört das zum Status dazu. Solange ich mich damit identifiziere, es also zu meinem Auftreten dazugehört und ich dazu stehe, bleibt es natürlich jedem selbst überlassen. Aber ich kann mit dem Statussymbol Manschettenknöpfe oder sehr teure Uhr auch abgelehnt werden, das muss einem bewusst sein.

Stil bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass man teuer einkauft, sondern bloß, dass man das richtige für sich aussucht – egal in welcher Preiklasse.

Tragen Sie die geeignete Brillenform? Erfahren Sie mehr dazu im Video.

Fazit:

Wenn Sie zu einer Veranstaltung gehen und sich bei der Kleidung unsicher sind, tragen Sie einen Blazer oder ein Sakko. Darunter können Sie als Frau auch gerne ein Kleid tragen, aber ein Blazer oder Sakko macht immer eine gute Schulter, man wirkt statthafter, etwas formeller und es verleiht einfach Status. Das heißt nicht, dass wir immer Blazer tragen müssen, das Business hat sich verändert im Dresscode, aber wenn Sie etwas mehr Sicherheit brauchen oder formeller wirken möchten, dann ist das einfach immer eine sehr gute Wahl.

Ansonsten können Sie sich noch überlegen, welche Farbe Sie am besten beschreibt – womit können Sie sich identifizieren? Tragen Sie gerne Muster, soll im Muster auch das drinnen sein, was sie transportieren möchten. Wenn Sie als Banker also Klarheit vermitteln möchten, wählen Sie keine Blümchenkrawatte, wollen Sie als Frau einen kompetenten Eindruck hinterlassen, würde ich kein Kleidchen mit Puffärmeln empfehlen – das verschleiert eine klare Persönlichkeit, die vielleicht dahinter steckt.


Weiterführende Links:

Mehr zu Elisabeth Motsch und ihren Leistungen: www.motsch.at

Lange Nacht der Inspiration am 10.10.2017 in Graz

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Berufsstrategie.de: Business Knigge: Begrüßung im Berufskontext



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