Der beredsame Netzwerker

Lingua: Der beredsame Netzwerker

Wir sind bei Ihrer Wirkung auf andere Menschen: Die SCIL Performance Strategie unterscheidet hier 4 Wirkungsbereiche. Wir sprechen heute darüber, wie Sie den beredsamen Netzwerker erkennen, mit ihm umgehen und Sie erfahren eine Übung zur Steigerung Ihrer eigenen Beredsamkeit.

Die 4 Typen der SCIL Performance Strategie lauten:

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  • Sensus – der gefühlsbetonte Netzwerker
  • Corpus – der körperbewusste Netzwerker
  • Intellektus  – der systematische Netzwerker  und
  • Lingua – der beredsame Netzwerker

Woran erkennen wir Typ Lingua?

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Im Büro liegt viel herum, vor allem Zeitschriften und Unterlagen. Zitate finden wir auf der Wand – Das Bücherregal nimmt einen zentralen Platz ein.

Menschen mit einer hohen Ausprägung in diesem Kompetenzfeld wirken wortgenau und ausdrucksstark. Sie sprechen andere durch ihre Formulierungskunst, ihren stimmlichen Klang sowie ihren virtuosen Umgang mit allem Buchstäblichen an.

Der beredsame Netzwerker kann mit seiner Stimme die Stimmung beeinflussen.

Sie haben die Fähigkeit, bei Veranstaltungen mit ihrer Stimme die Stimmung zu beeinflussen. Beim Smalltalk sind sie eloquent, sie sprechen in Bildern, verwenden Zitate und Metaphern, so dass die Menschen ihnen mit Begeisterung zuhören.

Darauf gilt es aufzupassen:

Sie lieben es, viel zu reden, manchmal zu viel, so dass sich andere überrollt fühlen können. In Stresssituationen kann sich ihre Stimme überschlagen und sie reden zu schnell und zu laut. Sie sprechen davon, dass sich eine Sache „gut anhört“ oder „ansprechend klingt“ und enden mit: „Da müssen wir darüber sprechen.“

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Achten Sie im Umgang mit einem beredsamen Netzwerker darauf, keine Füllwörter zu verwenden. Bauen Sie Zitate in Ihre Erzählungen ein und erwähnen Sie, welche Bücher Sie gerade lesen.

Die 4 Frequenzen des Typus Lingua:

Der Bereich Lingua ist auch wie alle anderen in 4 Frequenzen unterteilt: Stimme, Artikualtion, Beredsamkeit und Bildhaftigkeit. Was bedeuten die einzelnen Begriffe bei SCIL?

  • Stimme

Ist die Fähigkeit, mit der Stimme gezielt Stimmungen beeinflussen und die Bedeutung (Semantik) einer Aussage verändern zu können. Hohe Kompetenz in Bezug auf den Umgang mit Intonation und Lautstärke.

  • Artikulation

Ist die Fähigkeit, deutlich auszusprechen was angesprochen werden soll in Bezug auf die Aussprache. Erkennt man daran, dass sich die Lippen bewegen, wenn sie sprechen.

  • Beredsamkeit

In jedem Augenblick die Worte zu finden, die das Gedachte oder Empfundene zum Ausdruck bringen; Eloquenz. Erkennt man daran, dass sie gerne viel reden und sich gern zuhören.

  • Bildhaftigkeit

Ist die Fähigkeit, in Bildern zu sprechen und dadurch das merk-würdige auch merkfähig zu machen. Erkennt man daran, dass sie gern Metaphern und Analogien nutzen und das Gesagte gerne noch mal in einen Bildvergleich bringen.

Blog: Was verrät unsere Stimme?

Natürlich gibt es zu allen Freuquenzen viele Übungen, ich stelle Ihnen eine davon vor:

Übung zur Steigerung Ihrer Beredsamkeit:

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Machen Sie in regelmäßigen Abständen Synonym-Übungen. Und das funktioniert so: Sie suchen sich beliebige Worte aus Ihrem aktiven Sprachschatz und fügen diesen dann so viele weitere Worte aus der gleichen Sinnfamilie hinzu, wie Ihnen einfallen. Beispiel: Gehen…Laufen, Rennen, Schleichen, Schlurfen, Tippeln, Schreiten, Joggen, Walken, Schlendern, Spazieren, Stolzieren, Wandern, Kriechen, Krabbeln, Hüpfen, Stolpern und so weiter.

Wenn Sie dann am Ende Ihres “Lateins” angekommen sind und Ihnen keine weiteren Begriffe mehr einfallen, nehmen Sie das Synonym-Wörterbuch des Deutschen Duden (oder natürlich gerne auch ein anderes) zur Hand und schlagen dort nach, welche weiteren Begriffe es noch gibt. Fügen Sie diese dann Ihren Aufzeichnungen hinzu.

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Formulieren Sie von Ihnen geplante Aussagen in regelmäßigen Abständen in andere sprachliche Welten um. Beispiel: Das leuchtet mir ein. Anstelle dessen könnten Sie auch sagen: Das klingt für mich ansprechend. Oder: Das habe ich begriffen. In unserer Sprache stehen uns Vokabeln zur Verfügung, die eher eine visuelle Bedeutung haben, solche, die eher auditiver Natur sind, und solche, die dem kinästhetischen Bereich (schmecken, hören, riechen, fühlen) entspringen. Mit entsprechenden Umformulierungsübungen kann man das eigene Sprachrepertoire erweitern.

Legen Sie sich ein Zitatbüchlein an!

Wenn wir Sie jetzt bitten würden, in den nächsten drei Minuten so viel Zitate aufzuschreiben, wie möglich – wie viele Zitate würden Ihnen wohl einfallen? Sollten Sie in diesen drei Minuten den Stift mehrfach absetzen um nachzudenken, lohnt sich für Sie eine Erweiterung des entsprechenden Repertoires. Legen Sie sich eine Art “kleines Tagebuch” an, in das Sie alle Zitate notieren, die Sie irgendwo hören oder lesen und die Ihnen gefallen. Lesen Sie sich dieses Büchlein ab und zu durch. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen bei nächster Gelegenheit dann auch mal ein passendes Zitat einfällt.

Fazit:

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Belesen zu sein und auch Beredsamkeit ist eine Kunst, die Sie lernen können. Machen Sie Synonym-Übungen, Erweitern Sie damit Ihren Wortschatz und schreiben Sie Zitate auf, die Sie hören und gut finden. Und verwenden Sie diese dann auch selber!

Wollen sie mehr über die SCIL Analyse erfahren, dann gehen sie auf meine Homepage www.magdableckmann.at/sa39 – dort können Sie sich die Zusammenfassung herunterladen.

Haben sie sonst Fragen, schreiben Sie mir eine Mail an office@magdableckmann.at.

Viel Erfolg!


Sie wollen SCIL-Experte werden? Die Ausbildung dazu und vieles mehr finden Sie unter meinen nachhaltigen Seminaren.

S.C.I.L. Institut für Wahrnehmungs- und Wirkungskompetenz: www.scil-strategie.de

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Weiterführende Links:

Semantik (Wikipedia)

Kinästhetik (Wikipedia)

Bilder von Pixabay.com



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